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Berührende Bilder von Flüchtlingen BLOG Presse 

Berührende Bilder von Flüchtlingen

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Gelungene Auftaktveranstaltung des Kunstvereins im Kloster

NORDHORN. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden sich vor Kurzem im Kloster Frenswegen ein, um sich die neue Kunstausstellung des Kunstvereins Nordhorn anzuschauen. Sie trägt den Titel „Die Fremde“. Als Motive sind Menschen zu sehen, die von Verfolgung, Flucht und Vertreibung bedroht waren oder bedroht sind.

Gemalt wurden die Bilder von den Künstlern Robert Meyer und Andreas Gorke, die sich auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln dem Thema genähert haben.

Robert Meyer lernte in einem Familienzentrum in Georgsmarienhütte Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien kennen. Er malte mit ihnen. Mit der Zeit entstand Vertrauen. Die Flüchtlinge erklärten sich bereit, sich porträtieren zu lassen.

Andreas Gorke wurde durch einen Bericht in den Medien auf das Schicksal christlicher Schülerinnen in Nigeria aufmerksam, die von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram entführt wurden. Während Robert Meyer sich für das Malen mit Kohle entschied, wählte Andreas Gorke die Technik des Holzschnittes. Auf diese Weise entstanden 13 Porträts.

Wie der 1. Vorsitzende des Kunstvereins, Gerald Nierste, in seiner Einführungsrede er läuterte, geht es dem Verein nicht darum, den politischen Hintergrund zum Thema zu machen. Vielmehr, so Nierste weiter, sei es das Ziel, die Menschen zu zeigen, die hinter den Problemen wie Flucht und Vertreibung stehen. Er betonte die Bewahrung von Individualität und menschlicher Würde, die in den Porträts zum Ausdruck komme, und damit einen Gegenpunkt zu Begriffen wie Flüchtlingskrise, Obergrenze und Grenzsicherung darstelle, mit denen in den Medien und in der öffentlichen Diskussion hantiert werde.

Darüber hinaus ging Nierste auf den Titel der Ausstellung ein. Die Fremde ist nach seiner Auffassung der passende Begriff für die Situation der Flüchtlinge, aber auch für die Sicht der Menschen, in deren Ländern die Flüchtlinge Schutz suchen.

Sie kennen sich nicht, müssen sich mit ihrem Anders sein auseinandersetzen und stehen vor der Aufgabe, Barrieren und Vorurteile abzubauen. Ein Grußwort vonseiten des Klosters sprach Pastor Rohloff. Der musikalische Rahmen wurde von der Internationalen Sommerakademie für Kammermusik Niedersachsen gestaltet. Die Ausstellung läuft noch bis zum 20. September.

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