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Engagement für die Kunst

Kunstverein Nordhorn e.V bietet Raum für Künstler

 

Es war in den 80er Jahren, als Gerald Nierste und Wolfgang Weßling, zwei damalige Studenten, den Entschluss fassten, irgendwann in der Zukunft ein neues Forum für Kunst in ihrer Heimatstadt Nordhorn zu schaffen. Grund dieser Idee war die Versagung einer gemeinsamen Ausstellung in Nordhorn. Die damals bestehenden Institutionen waren in fester Hand und sind es heute noch. Während die Städtische Galerie sich auf die Fahne geschrieben hatte, fast ausschließlich Positionen der Gegenwartskunst zu zeigen, und sich dabei an den neuesten Trends zu orientieren, beschränkte sich das Atelier Sägemühle, ein Verbund regionaler Künstler, darauf, überwiegend nur die von ihren Mitgliedern geschaffenen Werke zu präsentieren. Auch die Veranstaltungsreihe Kunst im Foyer schien für  Gerald Nierste und Wolfgang Weßling keine Alternative zu sein. Hier wurden und werden vorwiegend auswärtige oder schon ältere regionale Künstler gezeigt.

Bevor Gerald Nierste und Wolfgang Weßling, der eine Zeichner, der andere Fotograf ihre Idee in die Tat umsetzen konnten, sollten aber noch einige Jahre ins Land gehen. Nach Abschluss vom Studium und beruflicher Findung zogen beide schließlich nach Nordhorn zurück.

Nach kleinen Anfängen mit einer Internetseite startete der Kunstverein Nordhorn e.V. 2009 mit der Ausstellung „Bärilyn & Co.“ in den Räumlichkeiten der damaligen Anwaltskanzlei Weßling & Kambach an der Alfred-Mozer-Straße richtig durch. Der Meppener Künstler Johannes Cordes zeigte seine spektakulären Gummibärchenbilder mit Motiven aus den Klassikern der Kunstgeschichte.

In den neuen Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei Weßling & Kambach an der Sandstiege 12 in Nordhorn wurde die Ausstellungsreihe des Kunstvereins Nordhorn fortgesetzt. Mit Erfolg. Die Räumlichkeiten waren oft bis an den Rand gefüllt. Mit den gezeigten Werken bot der Kunstverein eine Vielfalt an Stilen, Formen und Materialien, und machte deutlich, wie reichhaltig die Kulturszene des Raumes Euregio ist. Schnell erarbeitete sich der Kunstverein Nordhorn einen guten Ruf, was dazu führte, dass Künstler aus allen Teilen Deutschlands und sogar aus dem Ausland sich mit ihren Werken für eine Ausstellung bewarben. Einer der Höhepunkte in diesem Zusammenhang war die Ausstellung mit Werken des Düsseldorfer Künstlers Bernhard Kucken, der auch als Professor an der renommierten Kunsthochschule der nordrhein-westfälischen Hauptstadt tätig ist.

Deutliche Veränderungen und einen weiteren Schub für den Verein gab es  im Jahre 2016. Gerald Nierste wurde als dauernder Stellvertreter nun erster Vorsitzender. Tätigkeit gab Wolfgang Weßling den Vorsitz an Gerald Nierste ab, und auch die Räumlichkeiten wechselten. Einerseits zu Georg Pauling vom Von Poll Immobilienbüro mit Sitz an der Bentheimer Straße in Nordhorn, andererseits zum bekannten Kloster Frenswegen, mit dem eine Kooperation eingegangen wurde. Auch an diesen Standorten fanden wieder zahlreiche Ausstellungen statt.

Ein Höhepunkt war die Ausstellung mit Alain Signori, der zu den 50 bedeutendsten Künstlern Frankreichs gehört. Seine farbenfrohen, sinnlichen und von Träumen und Alpträumen bestimmten Bilder erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden vielfach verkauft. Mit Alain Signori verbindet sich noch ein weiteres bedeutendes Ereignis für den Kunstverein Nordhorn: die Einladung des Weltkonzerns BASF zu einer Beteiligung an einer Ausstellung mit Werken Alain Signoris in Schwarzheide/Brandenburg. Der Verein zeichnete sowohl für ein Interview mit dem Künstler als auch für die Laudatio verantwortlich.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung Innen und Außen sind gleich in der Stiftung Kloster Frenswegen. Der Münsteraner Maler Michael Rickert beeindruckte mit großformatigen religiösen und philosophisch geprägten Bildern, die Grundfragen des menschlichen Lebens thematisierten.

Im Mai 2019  folgte ein Ausstellung mit Werken der im Verein vertretenen Künstler. Sie war wieder im Kloster Frenswegen zu sehen. Für dieses Jahr sind noch eine Ausstellung und eine Vortragsveranstaltung zum Thema Expressionismus geplant, für das Frühjahr 2020 eine weitere Ausstellung.

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